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 Technik & Pflege
Wir möchten, dass Ihnen Ihr Holzfußboden lange Freude bereitet. Unabhängig davon, ob Sie sich für Holzdielen oder Stabparkett entschieden haben.
Deswegen wollen wir versuchen, Ihnen an dieser Stelle weiterführende Informationen zu vermitteln, die mit dazu beitragen den Wert Ihres Holzfußbodens zu erhalten. Wir unterscheiden dabei in 2 Kategorien. Zum einen die Kategorie Technik die dazu dient, Ihnen neben anderem einen Überblick zu verschaffen, über die Möglichkeiten des Einbaus. Dann die Kategorie Pflege. Die Pflege Ihres Holzfußbodens ist unkompliziert. Jedoch ist es notwendig einige wenige Aspekte zu beachten.
 
 Technik

1.  Unterkonstruktion
Nachdem Sie sich für eine Holzart und deren Präsentation (Holzdielen oder Parkett) entschieden haben, stellt sich die Frage nach dem Einbau Ihres Holzfußbodens. Das heisst, wie kann Ihr Holzfußboden so eingebaut werden, dass Sie lange Freude daran haben? Welche Alternativen (auch preislich) sind vorhanden?
Unabhängig von Ihren ganz persönlichen, räumlichen Bedingungen gibt es mehrere Möglichkeiten der Unterkonstruktion bzw. des Einbaus. Einzelne Varianten können problemlos an Ihre Bedingungen angepasst werden. Manchmal ist es aber auch erforderlich, eine Variante zu entwickeln, die für Sie speziell in Frage kommt.
J1 Preislich interessante Variante mit guten Wärmedämm- und Trittschalleigenschaften.



J2 Einbau auf vorhandener oder inklusiver neuer Balkenlage/Renovation




J3 Einfacher Einbau auf Beton/Estrich ohne weitere Erfordernisse



J4 Preiswerte Fußbodenkonstruktion für Niedrigenergiebauweise



2.  Trittschal
Der Trittschall ist der Schall, der durch das Begehen von Fußböden allgemein erzeugt wird. Auch das Verrücken von Möbeln oder Stühlen kann Trittschall erzeugen. Die dabei entstehenden Schallwellen werden als Luftschall in darunterliegende Räume abgestrahlt.
Schutzmaßnahmen zur Verminderung des Trittschalls sollen diese Schallwellen vermindern oder gänzlich verhindern. Eine Vielzahl von Materialien steht dabei zur Auswahl.
Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, sogenannte Naturmaterialien für ökologisches und gesundheitsbewußtes Bauen, z.B. Hanf, Jute oder Kokosfaser. Diese Dämmstoffe sind naturbelassen und enthalten keine Bindemittel. Sie sind gleichzeitig wärmeisolierend, wirken sich günstig auf das Raumklima aus und sind absolut schadstoffrei.
Dämmstoffe aus vermischten Rohstoffen oder Nebenprodukten, z.B. Holzweichfaserplatten, Zelluloseschüttungen oder Perlite-Schüttungen. Diese Dämmstoffe können teilweise Bindemittel enthalten.

3.  Wärmedämmung

4.  Holzfußboden auf Fußbodenheizung
Holz und Holzwerkstoffe sind als Fußbodenbeläge langjährig erprobt und haben sich auch in Verbindung mit Fußbodenheizung bewährt. Um eine optimale Auslegung und Betriebseffizienz der Fußbodenheizung zu gewährleisten und um Schäden am Holzfußboden zu vermeiden, sollten bei der Planung und Ausführung die besonderen Eigenschaften des natürlichen Baustoffs Holz berücksichtigt werden.

Holz ist hygroskopisch: es nimmt Feuchte aus der Luft auf oder gibt sie ab. Mit dem Feuchtigkeitsausgleich ergeben sich Dimensionsänderungen, d.h. es entstehen Fugen. Dabei unterscheiden sich die Holzarten voneinander.

Holzarten wie Buche, Ahorn, Esche und Robinie verhalten sich bei Feuchtigkeitswechsel eher problematisch und sollten als Massivdiele und Massivparkett nicht auf Fußbodenheizung eingesetzt werden. Ein günstiges Verhalten zeigt als einheimisches Holz die Eiche und wird deswegen gerne als Massivdiele oder Parkettstab auf Flächenheizungen verlegt. Ebenfalls unproblematisch sind ausländische Hölzer wie Amerikanische Walnuß und die Hölzer aus tropischen Wachstumsgebieten.

Prinzipiell wirken sich kleinere Einzelelemente der Parkettstäbe und schmalere Massivdielen immer günstiger auf die Fugenbildung aus als größere und breitere Elemente.

Besonders geeignet als Massivdiele auf FB-Heizung sind geräucherte und thermisch-behandelte Hölzer (Thermoholz) und Massivdielen, die mit einem Glasfaserstab auf der Dielenunterseite besonders stabilisiert sind.

Besteht der Wunsch nach einem Fußboden auf FB-Heizung in einer Holzart die den eher problematischen Holzarten zugerechnet wird, so ist die Verlegung von Mehrschichtparkett empfehlenswert, weil sich hier Formveränderungen kaum auswirken. Mehrschichtparkett gibt es in den meisten Holzarten und in den verschiedensten Dimensionen. Als Landhausdiele erscheint es in gleicher Optik wie die Massivdiele, aber auch Einzelparkettstäbe oder zusammengesetzte Elemente werden angeboten.

Bei der Planung des Holzfußbodens auf FB-Heizung ist weiterhin zu beachten, dass die Wärmeabgabe der Heizung an den Raum durch den Holzbelag nicht unzulässig eingeschränkt wird.
Der Wärmedurchlasswiderstand oberhalb der Heizebene darf nicht größer sein als 0.15m²K/W, das entspricht bei den meisten Holzarten einer maximalen Stärke von 22mm. Für ein besseres Heizverhalten sollte jedoch eher eine Massivdielen oder Massivparkett mit einer Stärke von16mm und Mehrschichtparkett mit einer Stärke von 10-15mm verlegt werden.

Um Schäden am Holzfußboden zu vermeiden sollte eine Fußbodenheizung gewählt werden, deren Oberflächentemperatur 29°C auch in den Randbereichen z.B. unter Fensterbändern nicht überschreitet.

Beim Betrieb der FB-Heizung ist ein gleichmäßiges Fahren der Heizung günstiger als ein ständiger Wechsel der Raumtemperaturen. Die Luftfeuchtigkeit in den betreffenden Räumen sollte bei 50%±5% liegen und gegebenenfalls durch den Einsatz eines Luftbefeuchters konstant gehalten werden. Vor der Verlegung ist darauf zu achten, dass das sogenannte Belegreifheizen ordnungsgemäß erfolgt ist.

Während der Verlegung des Holzfußbodens und bis 7 Tage nach der letzten Oberflächenbehandlung sollte die Oberflächentemperatur des Heizestrichs bei 18°C und die Luftfeuchte bei 50% liegen.

Die Verlegung von Massivdiele, Stabparkett und Mehrschichtparkett sollte vollflächig verklebt erfolgen, es sind nur schubfeste und dauertemperaturbeständige Kleber zu verwenden.

Massivdielen und Massivparkett auf Fußbodenheizung sollten wegen der seitlichen Verleimungsgefahr nicht bauseits (nach dem Einbau) lackiert werden, generell sind werkseits vorgefertigte Öl/Wachs-Oberflächen, bei Mehrschichtparkett auch werkseits vorgefertigte Lackoberflächen empfehlenswert.

Bei der Nutzung von Räumen mit Holzfußboden auf Flächenheizung sollten ein Wärmestau durch das Aufstellen von unten geschlossenen Möbeln und Auflegen von zusätzlichen Teppichen vermieden werden. Bei Teppichen ist besonders darauf zu achten, das sie keine gummierte Unterseite haben und vom Hersteller als fußbodenheizungsgeeignet ausgewiesen sind.

Sollten Sie weitere Informationen benötigen, sind wir gerne bereit Sie ausführlich und umfassend zu beraten.

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